SCHUTZ VOR ANSTECKUNG

Schutz vor Ansteckung

Von Andrea Degen, Dr. med. (Praktische Ärztin FMH)

 

SAISONALE GRIPPE, ABER AUCH DAS AKTUELL MEDIAL SEHR PROMINENTE CORONAVIRUS (SARS-COV-2 UND COVID-19) LASSEN UNS DARÜBER NACHDENKEN, WIE WIR IN EINEM MEDIZINISCHEN BETRIEB UND ALS FACHKRÄFTE NICHT ANSTECKEN, KRANKHEITEN NICHT ÜBERTRAGEN UND UNS NICHT ANGESTECKEN LASSEN. HIER EINE CHECKLISTE, WAS ES ZU BEACHTEN GILT:

Um es klar zu stellen: Covid-19 ist ein Virus, vergleichbar mit einem Grippevirus. Grippeviren (=Influenza) entstehen einerseits natürlich im Zyklus der Jahreszeiten. Die Sterblichkeit liegt jedoch bei etwa 2.8%, was ein Zehnfaches höher als bei einer normalen Grippe ist. Wir wollen daher uns und unsere Patienten in angemessenem Mass schützen. Viren sind sehr wandlungsfähig. In der jüngeren Vergangenheit haben wir bereits die H1N1-Schweinegrippe oder die H5N1-Vogelgrippe erlebt. Es ist immer eine Herausforderung festzustellen, wie ansteckend ein Virus ist und wie die Chancen sind, dass es sich pandemisch (über weite geografische Gebiete) ausbreitet. Im Falle von SARS-Cov-2 besteht der Verdacht, dass das Virus als Krankheit von Fledermäusen über den Fisch als Vektor (=Überträger) unter die Menschen kam. Wie jedes Grippevirus auch, kann es gefährlich oder sogar tödlich werden für Menschen mit schwacher Immunabwehr. Die Abwehr ist herabgesetzt, bei vorbestehender Krankheit, fortgeschrittenem Alter, bei Kleinkindern und bei Schwangeren. Von SARS-Cov-2 weiss man aber bereits, dass Schwangere und Kleinkinder nicht betroffen sind. SARS-Cov-2 wir durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen.

Verdachtsfälle

Es gelten die Kriterien des BAG · Infoblatt zum Download (Stand 24.06.2020)

Was können wir vorerst tun?

  • Regelmässiges 1-2 stündliches gründliches Händewaschen. Seife und Lotions zur Desinfektion stehen an allen Waschbecken bereit. Immer auch den Handrücken waschen und die Fingernägel.

  • Regelmässig lüften: Morgens, mittags und abends vor Betriebsschluss.

  • Auf feuchte Aussprache achten.

  • In Papiertaschentücher oder Armkehle niessen, nicht in die Hände. Und wenn dann in die linke. Auf Händedruck vorübergehend verzichten.

  • Die Türklinken werden häufiger, morgens und abends, desinfiziert. Das Putzpersonal ist entsprechend instruiert.

  • Medizinische Apparate werden nach jedem Patienten (wie üblich) desinfiziert, dort, wo der Körper das Material berührt.

  • Leidet Ihr unter diesen Symptomen, bitte euren Hausarzt kontaktieren, uns informieren und zu Hause bleiben.

  • Bitte verzichtet aktuell auf Reisen in betroffene Gebiete.

Umgang mit dem Patienten

  • Bei jedem Patienten die Fragestellung: a. Waren Sie in den letzten zwei Wochen im Ausland? Wenn ja wo? b. Hatten Sie grippeähnliche Symptome in den letzten zwei Wochen? Siehe Verdachtskriterien des BAG.

  • Falls beim Patienten Symptome erkennbar sind dem, Patienten eine Schutzmaske aufsetzen Hände Desinfektion und den Patientenflyer durchgehen. Danach den Patienten ohne Messungen ins UZ5 setzen und den Arzt informieren.

  • Kommt der Patient bereits mit Schutzmaske, Hände Desinfektion und den Patientenflyer durchgehen. Danach den Patienten ohne Messungen ins UZ5 setzen und den Arzt informieren.

  • Bei Reisen in die betroffenen Regionen innerhalb der letzten zwei Wochen, Patienten eine Schutzmaske aufsetzen, Hände Desinfektion und den Patientenflyer durchgehen. Danach den Patienten ohne Messungen ins UZ5 setzen und den Arzt informieren.

Grundsätzlich gilt: Keine Panik!

Professionelles Handeln ist gerade von medizinisch und wissenschaftlich geschultem Personal gefordert.

Wir zählen auf Eure gute Kooperation!

 

Im Falle einer weiteren Verbreitung

  • Schutzmasken werden getragen oder analoge «Hilfsmittel», die vor Ansteckung schützen. Sie werden vom Betrieb zur Verfügung gestellt.

  • Medizinische Kleider werden täglich gewechselt.

  • Mitarbeiter tun ihr Bestes, nicht angesteckt zu werden und Personal- und einen Betriebsausfall zu verhindern.

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